Was ist Hypnose? Ein natürlicher Zustand zwischen Wachsein und Schlaf

Gehirn unter Hypnose: Wie sich die Aktivität verschiebt

Der Schlüssel zum Unterbewusstsein

Hypnose verändert die Energie und Spannungsfelder im Gehirn, was sich mithilfe eines EEG Gerät (Elektroenzephalogramm) messen lässt. Das Gehirn arbeitet in verschiedenen Frequenzbereichen, die sich je nach Wachheitsgrad unterscheiden:

  • Wachzustand: Im Wachzustand produziert das Gehirn Beta-Wellen (14-30 Hertz), die mit geistiger Aktivität verbunden sind.

  • Leichte Trance: Bei körperlicher und geistiger Entspannung verlangsamen sich die Frequenzen, und das Gehirn beginnt, Alpha-Wellen (9-13 Hertz) zu erzeugen. Wir nennen diesen Zustand Somnolenz.

  • Mittlere Trance: Mit fortschreitender Entspannung, insbesondere in tiefer Hypnose, treten Theta-Wellen (4-8 Hertz) auf, die typisch für Kreativität und erhöhten Fokus sind. Wir nennen diesen Zustand Hypotaxie.

  • Tiefe Trance: In der tiefsten Entspannung dominieren die langsamen Delta-Wellen (0,5-4 Hertz), sie spiegeln die tiefste Entspannungsphase wider. Wir nennen diesen Zustand Somnabulismus.

Der Zustand zwischen Wachsein und Schlaf

Hypnose ist ein Zustand zwischen Wachsein und Schlaf, wobei sich die Energie des Gehirns vom Bewusstsein ins Unterbewusstsein verlagert. Dabei bleibt ein kleiner Teil der bewussten Aktivität erhalten und du hast immer noch Kontrolle über deine Gedanken. Das Bewusstsein ist nicht vollständig ausgeschaltet, sondern reduziert. Du könntest also immer noch denken oder sagen: „Ich will etwas anderes denken.“ Solange diese minimale Aktivität im Bewusstsein bleibt, befindest du dich in der Hypnose – sobald sie vollständig verschwindet, driftest du in den Schlaf. Dann sind deine Gedanken autonom und können nicht mehr von deinem Bewusstsein kontrolliert werden. Deshalb ist Hypnose ein vollkommen normaler Zustand in dem du dich jeden morgen nach dem Aufwachen und jeden Abend vor dem Einschlafen befindest. Schon das Schließen der Augen sendet deinem Gehirn ein Signal, dass du dich auf den Schlaf vorbereiten möchtest. Vielleicht hast du dabei schon einmal festgestellt, dass deine Augenlider zu flattern oder vibrieren beginnen. Dieses Augenliedflattern ist schon ein Zeichen dafür, dass dein Gehirn in den Alpha-Bereich (9-13 Hertz) übergeht. Das Gehirn versucht dir sozusagen zu helfen einzuschlafen, indem es tiefere Frequenzbänder produziert. Das Einschlafen passiert auch manchmal ganz von selbst in der Hypnose. Wenn du jetzt die Augen einfach öffnen würdest, produziert dein Gehirn wieder hohe, wache Frequenzen. Dies nennt man den sogenannten"Berger Effekt". Du kehrst wieder in den Wachzustand der Betafrequenz. (14-30 Hertz) zurück.

Fazit: Jeder Mensch kann Hypnose erleben

Hypnose ist ein natürlicher Zustand, den jeder Mensch schon erlebt hat – auch du! Sie ist nichts Magisches oder Mysteriöses, sondern einfach eine Verschiebung der Gehirnfrequenzen in tiefere Bereiche, die mit Entspannung einhergehen. Weitere Voraussetzungen für die Hypnose ist der Wille dich auf diesen Zustand einzulassen, das Vertrauen dem Hypnotiseur gegenüber und der Glaube daran, dass du etwas verändern kannst.

Fazit: Hypnose ist also eine tiefe körperliche, geistige und seelische Entspannung. Mit deren Hilfe du Zugang zum Unterbewusstsein bekommen kannst. Dein innerer Kritiker wird beruhigt und dabei wird Deine Fokussierung erhöht.